Schloss Ostrov

Das Schloss Ostrov ist ein großer Gebäudekomplex, der auf den Fundamenten einer älteren Residenz unbekannter Herkunft erbaut wurde. Es war wahrscheinlich Kaspar Schlick, der das Gebäude um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert zu einem Renaissance-Schloss als Stammsitz der Ostrover Linie der Grafen von Schlick umgebaut hat.

Heute beherbergt das Schloss das Rathaus. Touristen können sich im Lichthof eine Porzellanausstellung anschauen und sich bei einem Imbiss stärken. Der Öffentlichkeit zugänglich ist auch das Informationszentrum, eine Ausstellung auf dem Dachboden und eine Sala Terrena (Gartensaal). Das Schloss Ostrov ist also definitiv einen Besuch wert.

Geschichte

In den 30er und 40er Jahren des 17. Jahrhunderts wurde die Burg von Julius Heinrich, Herzog von Sachsen-Lauenburg, umgebaut und erweitert. In den Jahren 1685-1690 ließ Julius Franz, Herzog von Sachsen-Lauenburg, vor dem ursprünglichen Schlick-Schloss ein neues Schloss errichten – das sogenannte Schloss Lauenburg. Am Bau des Schlosses waren bedeutende Baumeister wie Abraham Leuthner, Christoph Dientzenhofer und Giulio Broggi beteiligt. Nach dem Brand von 1691 wurde das Schlick-Schloss zum Seitenflügel des Schlosses umgebaut.

Gegenwart

Das heutige Erscheinungsbild des Schlossareals ist das Ergebnis von Änderungen und Umbauten, die von den Großherzögen von Toskana im 19. und 20. Jahrhundert in Auftrag gegeben wurden. Das Emblem des Kaiseradlers in der Kartusche – im Giebel des Haupteingangs platziert – stammt aus der Zeit der Großherzöge der Toskana. Das 1690 fertiggestellte Eingangsportal ist das Werk des Ostrover Bildhauers Martin Möckel.

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